Wahl des Samtgemeindebürgermeisters

sg_buergermeisterkandidat
 

(Foto von J. Schwietert)

Benno Trütken wurde am 20 November einstimmig (eine Enthaltung) von der SPD als Kandidat für das Bürgermeisteramt in der Samtgemeinde nominiert. Hier nun einige Informationen zur Person sowie ein paar Fragen an den Kandidaten.

Kindheit und Jugend
Benno Trütken ist ein "Fürstenauer Jung". Am 13.06.1967 geboren, ist er in einem Familienbetrieb mit drei Geschwistern groß geworden. Im Elternhaus bekam er ein christliches Weltbild vermittelt. Das bezog sich nicht nur auf die Kirchbesuche, sondern auch auf Engagement in der Gemeinde. So wurde er bald Messdiener und Gruppenleiter bei der katholischen Jugend. Von dort ging es in den Stadtjugendring und den Pfarrgemeinderat. Einem Amt folgt das nächste, so war Benno bald im Stadt- und Samtgemeinderat.

Studium und Beruf
Seine berufliche Laufbahn begann, nach dem Abitur an der IGS Fürstenau, mit einer Ausbildung zum Industriekaufmann bei der Firma Meurer-Maschinen in Fürstenau. Es schloss sich der Zivildienst als Nachtwache im St. Reginenstift an, bevor es zum Studium der Wirtschafts- und Sozialgeographie nach Osnabrück ging. Nach einer Diplomarbeit zu kommunalpolitischen Themen wechselte er zur Forschungsstelle Bürgerbeteiligung & Planungsverfahren an die Universität Wuppertal. Dort lernte Benno Trütken das Handwerkszeug für die Politikberatung, in der er nun seit fast 20 Jahren aktiv ist..

Persönlich
Nach dem Studium und den ersten Berufserfahrungen begann die Familienzeit. Am 9.9.99 heiratete Benno ein "Fürstenauer Mädel". Ein Haus wurde gebaut und mit einem Büro versehen. Auch die zweite Tocher besucht mittlerweile die Gesamtschule und so hat die Kinder- und Familienfreundlichkeit Fürstenaus für Benno Trütken eine ganz praktische Perspektive. Ob es die eigenen Erlebnisse sind, die Berichte der Kinder, der Ehefrau oder die Diskussionen beim Elternabend der Grundschule oder der IGS, hier wird Politik hautnah spürbar. So bedeutet für Benno Trütken das Bürgermeisteramt Einsatz für seine Heimat, mit einer Verpflichtung gegenüber der Generation seiner Eltern ebenso wie für die Generation seiner Töchter, denn beide sollen eines gemeinsam haben:
Zukunft vor Ort

Politisches Engagement
Mitglied des niedersächsischen Landesvorstandes der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK)
Vorsitzender der SGK Weser-Ems sowie Osnabrück Land
seit 2001 Fraktionsvorsitzender der Samtgemeindefraktion
seit 2000 Stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender in der SPD-Fürstenau
seit 1996 Mitglied im Rat der Samtgemeinde Fürstenau
1991 Erste Wahl in den Rat der Stadt Fürstenau

Mitgliedschaften
Heimat- und Verkehrsverein Fürstenau
Kunstverein WIR
Schützenverein Fürstenau und Grafeld
Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik
SPD-Fürstenau
Spielvereinigung Fürstenau
Stadtmarketing Fürstenau
Stadtstiftung Fürstenau (Gründungsmitglied im Kuratorium)
Verein für Jugendkultur Fürstenau (Rock! am Schloss)

 

Interview mit Benno Trütken

Sie wollen Bürgermeister der Samtgemeinde Fürstenau werden, warum?

Damit ich meine Heimat noch aktiver mitgestalten kann. Denn alle kommunalpolitischen Entscheidungen beeinflussen die Lebensqualität meiner Familie und meines Umfeldes. Ich möchte, ebenso wie meine Eltern, einmal hier alt werden und meinen beiden Töchtern eine Zukunft vor Ort sichern.

Wie haben Sie bisher mitgestaltet?

Über Jugendgruppenleiter, Vorstand Stadtjugendrings und Pfarrgemeinderat bin ich in die Politik und in den Stadt- und Samtgemeinderat gekommen. Bei der Kommunalwahl 2006 setzte ich dann mit meinen Themen viele Akzente. Auf einmal gab es in der Samtgemeinde zwei gleich starke Gruppen und meine konstruktiven Vorschläge, wie die Nachnutzung der Pommernkaserne als Familienfreizeitpark fanden parteiübergreifende Unterstützung.

Wie wollen Sie zukünftig gestalten?

Hier gilt: erst die Menschen und der Ort, dann geht es um vernünftige Ideen und die Partei ist nebensächlich. Dies muss auch zukünftig gelten, egal ob bei der Schulversorgung, der wirtschaftlichen Entwicklung oder der sozialen Gestaltung des demografischen Wandels. Wenn Bürgerschaft, Politik und Verwaltung sich gemeinsam für ihre Ziele einsetzen, können sie diese auch erreichen.

Was können Sie dazu beitragen?

Zunächst meine erlernten Kenntnisse als Industriekaufmann (Firma Meurer) und Wirtschafts- und Sozialgeograph (Uni Osnabrück). Hinzu kommen Erfahrungen von der Forschungsstelle Bürgerbeteiligung & Planungsverfahren (Uni Wuppertal), wo ich mein Handwerkszeug als Kommunalberater lernte. Die dabei gewonnenen Erfahrungen möchte ich nun hauptberuflich für unsere Samtgemeinde nutzen.

Reicht denn auch die Verwaltungserfahrung?

Ja, denn einerseits arbeite ich fast täglich mit Kommunalverwaltungen. Andererseits wurde mit der Einführung des hauptamtlichen Bürgermeisters die politische Gestaltung gestärkt und die Stelle der allgemeinen Vertretung des Bürgermeisters als Verwaltungsleitung eingeführt. Darüber hinaus ist unsere Verwaltung gut aufgestellt, und der größte Handlungsbedarf besteht darin, die Samtgemeinde politisch noch zukunftsfähiger zu machen.

Ist sie das noch nicht?

In vielen Punkten schon, aber Stillstand ist Rückschritt. Wir müssen wirtschaftlich noch weiter zu unseren Nachbarn aufschließen, unseren extrem guten Schulstandort sichern, die Finanzen weiter stabilisieren und uns noch kreativer auf den demographischen Wandel vorbereiten. Dann haben wir und unsere Kinder eine gute Zukunft vor Ort.